Förderung Mädchen & Frauen im Karate

Auf die speziellen Bedürfnisse von Mädchen und Frauen wird bisher zu wenig Focus gelegt.

  • • Bei den Übungsformen sollten die Bedürfnisse von Mädchen und Frauen stärker berücksichtigt werden, z.B. sollte als Erwärmung nicht nur Fußball oder Krafttraining durchgeführt werden, da dies weibliche Karateka ausschließt.
  • • Mädchen und Frauen sollten als Trainerinnen oder zumindest Co-Trainerinnen im Verein und auf Lehrgängen eingesetzt werden. Dazu müssen sie gezielt angesprochen werden, da sie sich von sich aus nicht melden und ihr Interesse bekunden.
  • • Selbstverteidigung und Selbstbehauptung sollten Themen in den Karatevereinen sein. Diese Einheiten sollten in einem geschützten Raum nur von und mit Frauen durchgeführt werden, damit sich die Frauen öffnen und ihre Anregungen und Erfahrungen frei austauschen können.
  • • Frauen und Mädchen sollten für das Karate über VHS-Kurse, AGs in Schulen usw. gezielt angesprochen werden.
  • • Im Training sollten Mädchen und Frauen bei der Partner*innen-Wahl unterstützt werden. Viele Mädchen und Frauen haben keinen Bock auf Machogehabe von Jungen und Männern, d.h. Profilierung durch zu viel Härte oder geheuchelter Rücksichtnahme. Gerade in der Pubertät sind gleichgeschlechtliche Paare daher oft besser, um Mädchen und Frauen im Verein zu halten. Achtung: Mädchen und Frauen äußern ihren Unmut nicht, sie bleiben einfach weg!
  • • Im und außerhalb des Trainings sollten keine sexistischen Sprüche oder Abwertungen von Mädchen und Frauen geduldet werden.
  • • Im Verein und der Abteilung sollte es eine Ansprechpartnerin für die Belange von Mädchen und Frauen geben.
  • • Die Trainer (Männer) müssen für die speziellen Frauenbelange sensibilisiert werden und von den Frauen in ihre spezielle „Welt“ / ihre speziellen Wünschen und Bedenken eingeweiht werden, da sie diese sonst nicht kennen lernen und auch nicht berücksichtigen werden.


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