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Grundprinzipien und Herkunft des WadoKai

Der WadoKai (Grundsätze nach T. Kono)
Bedeutung von Wado Ryu/ WadoKai/ Kono-Stil
Die ursprüngliche Bedeutung von Wado-Ryu ist Wado-Stil, die von Wado-Kai ist Wado-Organisation. Beide Worte wurden lange Zeit als synonym benutzt.
T.Kono gründete 1976 den Wado-Kai in Deutschland. Als sich der Wado-Kai dem DKV anschloß, wurde immer noch von Wado-Stil (Ryu) geredet. Internaltional gab es zunächst als Organisation nur den Wado-Kai. Im November 1981 gründete Hironori Ohtsuka(gestorben Januar 1982 mit 90 Jahren) u.a. auf Wunsch seines Sohnes Jiro, einen neuen Verband mit dem Namen Wado-Ryu in Japan. Danach wurde auch international ein neuer Stil mit der Bezeichnung Wado-Ryu als Abgrenzung zum Wado-Kai(auch in der Schreibweise WadoKai) gegründet.
Ende des Jahres 2000 wurde im Rahmen des DKV neben Wado-Ryu wieder der WadoKai als Stil (auf der Basis der Techniken, Übungen, Ideen und Philosophie von T.Kono) durch einige "Kono-Anhänger" gegründet. Daher nennt sich der WadoKai als "Untertitel" Kono-Stil.

Hinweise für Trainer
Natürlich hat jeder Trainer seine Stärken und Schwächen. Deshalb ist es auch wichtig, dass ein Trainer nicht nur seinen Schüler auf seine Stärken, sondern auch auf eventuellen Schwächen aufmerksam macht.
Durch Anreiz und Motivation zum Üben, soll der Trainer, individuell auf die Schüler abgestimmt, Ziele setzen, die für den Schüler jedoch nicht sofort erreichbar sind.
Hierbei soll er seine Schüler systematisch aufbauen, indem die bereits geübten Techniken gefestigt und vervollkommnet werden und neue hinzukommen.
Auch soll der Trainer seine Schüler zum eigenen Denken anregen und ermuntern.
Das Beste, was einem Trainer passieren kann, ist, dass seine Schüler besser werden als er selbst.

Anregungen für Trainierende / Schüler
Ein Schüler soll offen und aufnahmebereit gegenüber den Angeboten seines Trainers sein. Wichtig ist dabei, dass der Schüler nicht nur die Oberfläche betrachtet, sondern versucht, die Dinge zu hinterfragen und zu verstehen.
Um besonders in jungen Jahren Fortschritte zu machen, soll ein Schüler, beim Üben bekannter Techniken und Abläufe, Bereitschaft zeigen, öfter mal an bzw. über seine eigenen Leistungsgrenze zu gehen.
Zur Entwicklung der motorischen Fähigkeiten soll ein Schüler in jungen Jahren alle Standtechniken aus tiefen Stellungen heraus kraftvoll ausführen, um dann später in der Lage zu sein, immer noch effektive Techniken zu machen. Daher sieht auch das Karate eines jungen Menschen anders aus, als das eines älteren.
Es sollen nicht nur Abläufe nachgeahmt, sondern so lange und so intensiv geübt werden, bis sie in einer realen Situation anwendbar sind. Die Techniken sollen letzt endlich so automatisiert sein, das sie als Reaktion und nicht erst durch das Nachdenken ausgeführt werden.

(Budo) Karate
(Budo) Karate, Selbstverteidigung / Kampfsport und Do besteht aus Geist und Körper und zwar zum größten Teil aus den psychischen Fähigkeiten (Geist) und zu einem geringeren Teil aus der Technik (Körper).
Die Techniken sind nur das Vehikel um die Psyche zu üben bzw. zu entwickeln. Um die Aufmerksamkeit zu schärfen, wird im Karate auf kleinste Detaile Wert gelegt.
Nach dem Budo-Prinzip soll gelernt werden, unbeirrbar und mit starkem Willen sein Ziel zu verfolgen und dabei Schwierigkeiten und Hindernisse zu überwinden. Dabei muss die Achtung aller Menschen und des Lebensraumes ein wichtiges ethisches Ziel sein, da sonst die Gefahr besteht, die negativen Eigenschaften der Menschen zu verstärken.
Ziel ist also die Konzentration der eigenen Kräfte und dessen Beherrschung in den Dienst positiver Bestrebungen zu stellen.
Die sportlich-körperliche Weiterentwicklung ist nur ein Teil des Karate und damit ein Stadium, das durchlaufen, aber bei dem nicht stehen geblieben, werden soll. Geschärft werden soll vor allem Konzentration, Willenskraft und Selbstdisziplin.
Ein Karateka soll den Anspruch nach ständigen Weiterentwicklung und Vervollkommnung als Grundprinzip akzeptieren und verinnerlichen.
Dabei darf die eigene Stärke nie zur Unterdrückung anderer Menschen führen. Vielmehr soll ein Karateka immer einen höflichen, respektvollen und aufmerksamen Umgang mit seinen Mitmenshen haben.